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Vorsicht beim Hauskauf

Altbauten haben schon einen gewissen Charakter und werden darum auch gerne gekauft, auch wenn sich Umbaumaßnahmen manchmal nicht vermeiden lassen. Ein Kauf eines alten dollars-31085_640Hauses sollte jedoch nicht übers Knie gebrochen werden, denn es können böse Überraschungen warten. Wer sich also entscheidet nicht neu zu bauen, sondern zu kaufen, sollte sich erst einmal in Ruhe überlegen, welche Fläche benötigt wird und wie viel Zimmer es sein sollten. Das Wichtigste überhaupt ist dann natürlich welches Budget zur Verfügung steht, denn Nachfinanzierungen sind immer teurer und nicht nur einmal wurde hier schon in die Schuldenfalle getappt.

Nach erfolgreich abgeschlossener Suche einer Immobilie sollte nicht nur diese, sondern speziell das Umfeld in Augenschein genommen werden. Die Besichtigung sollte allerdings nicht an einem Wochenende erfolgen, sondern an einen ganz normalen Werktag, denn dann sind am besten störende Dinge zu erkennen. Das kann ein Kindergarten in unmittelbarer Nähe sein oder ein Betrieb, der auch ganz schön Lärm machen kann. Hilfreich können auch Bodengutachten sein, die Aufschluss darüber geben, ob es eventuell irgendwelche Schadstoffe im Boden gibt.

Vom Keller bis zum Boden

Sind alle diese Dinge geklärt, kann zur Besichtigung des Hauses geschritten werden, diese sollten nie allein durchgeführt werden, sondern es ist besser, sich einen Fachmann zur Seite zu nehmen. Erstens erkennt dieser versteckte Mängel besser und vier Augen sehen mehr als zwei. Es sollten außerdem immer mindestens zwei Termine abgemacht werden, denn um eine Immobilie richtig zu begutachten, ist es besser zum einen die Lage und Größe abzuschätzen und zum zweiten gründlich in jede Ecke des Hauses zu schauen.

Sind zu viele Mängel sichtbar, sollte auch die schönste Immobilie nicht gekauft werden, sondern ein anderes Objekt gesucht werden, Kosten für korrodierte Leitungen, morsche Balken, Rost an tragenden Elementen oder Schimmel im Keller würden die Sanierungskosten unnötig in die Höhe schnellen lassen. Dazu kommen noch Faktoren wie Schallschutz und Wärmedämmung und der Preis steigt um einige tausende Euro an.

Weiterhin sollte auch nie ein Haus gekauft werden, ohne den Finanzierungsplan einer Bankin der Tasche zu haben. Dieser muss systematisch durchgerechnet werden, denn ansonsten kann es leicht passieren, dass der gewohnte Lebensstandard nicht mehr eingehalten werden kann. Faktoren wie Krankheit, Scheidung oder Arbeitslosigkeit sollten ebenfalls bedacht werden. Ist alles geklärt, kann ein Haus gekauft werden, ohne das es ein schlechtes Gewissen gibt. Allerdings sollte sich bei einem Kauf genügend Zeit gelassen werden, denn irgendwo wartet bestimmt die Traumimmobilie.